Bettina Plank schafft mit ihrem Sieg bei den European Games 2019, den für Österreich historischen Sprung, auf den Olympiazug!!!

Was sich gestern schon als kleine Hoffnung abgezeichnet hatte, wurde von der World Karate Federation heute Nachmittag endgültig fixiert und bestätigt: Vor allem wegen Ihres Sieges bei den European Games 2019 wurde ihr eines der beiden Tokio-Tickets, das der Qualifikationsmodus für Kontinentalmeister vorgesehen hatte, zugesprochen. Eine lange, enorm anspruchsvolle Qualifikation geht damit erfolgreich zu Ende.

Die Herausforderung war enorm – über 520 Karateka aus 120 Nationen haben in 2 Gewichtsklassen (-50 kg, -55 kg), die für die Olympischen Spiele zusammengelegt wurden, 4 Jahre lang um lediglich 10 Startplätze gekämpft. Bettina Plank, die seit über 10 Jahren sowohl bei Großereignissen wie EM, WM und European Games immer im Vorderfeld platziert war, hat damit österreichische Sportgeschichte geschrieben: Nachdem Karate erst für die Spiele in Tokio in das Programm aufgenommen wurde (und leider für Paris 2024 schon wieder gestrichen wurde) ist sie die erste rot-weiß-rote Karateka bei Olympia – und das mehr als verdient.

Durch die Verschiebung der Olympischen Spiele von 2020 auf 2021 wurde der Qualifikationsweg noch einmal deutlich verlängert. Bei Bettina Plank war das weniger förderlich: So fiel bei ihr das EM-Silber von 2019 aus der Wertung, bei der EM in Porec im Mai 2021 konnte sie eigentlich nur Punkte verlieren und kaum gewinnen. Durch das überraschend frühe Ausscheiden verlor sie dort dann viel an Terrain in der Weltrangliste. Bei der vermeintlich letzten Chance, dem Qualifikationsturnier am 11.6. in Paris, stand sie deshalb unter besonderem Druck, konnte dabei mit aggressivem Kampfstil eine gute Leistung abrufen, die aber platzierungsmäßig nicht belohnt wurde.

Doch abgerechnet wird immer am Schluss. Somit freuen wir uns alle mit Betti und ihrem Coach Juan-Luis Benitez über dieses Olympiaticket. Zudem drücken wir euch ganz fest die Daumen für das Abschlusswochenende (6.-8. August) bei den Olympischen Spielen in Tokyo.