Endstation Minsk: Nach 32.000 Flugkilometern, also einer Welttour via Shanghai (Chn), St. Pölten und Montreal sind Vizeeuropameisterin Bettina Plank und der EM-Bronzene Stefan Pokorny nach 23 Tagen am Ziel, nämlich bei den European Games angelangt. Am Wochenende kämpfen nur die acht Besten jeder Gewichtsklasse um die Medaillen. Die 27-Jährige gewann bereits in Baku 2015 Silber!

Ein perfektes Sommer-Feeling nach einem Traum-Frühjahr erhofft sich die Karate-do Wels Athletin vor den zweiten Europaspielen. Nach EM-Silber in Guadalajara (Spa) und Bronze bei der Premier League in Rabat (Mar) sowie in Istanbul (Tür) hofft die Heeressportlerin auf einen großartigen Abschluss des äußerst langen ersten Halbjahres. Nicht nur die Reisestrapazen und die Zeitumstellungen zerrten an den Nerven der Sportler – auch die lange Phase des Haltens der Topform von Februar bis Ende Juni ist außergewöhnlich. „Es ist ein echter Marathon bis Olympia 2020 in Tokio. Aber wir stellen uns der Herausforderung und sind hart im Nehmen“, sagt Plank, die sich auf die European Games freut: „Hier sind nur die besten jeder Kategorie am Start. Es gibt kein Unterschätzen und man muss von der ersten Sekunde im ersten Kampf hellwach sein. Das weiß ich von Baku und von den World Games in Breslau.“

Für Stefan Pokorny dagegen ist der Modus neu: Zuerst gibt es zwei Vierergruppen, wobei jeder gegen jeden kämpft. Dann folgen Halbfinale und Finale.

 Bettina Plank und Stefan Pokorny kommen in der Tschischowka-Arena am Sonntag zum Einsatz.

Foto: ÖOC